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„Inclusives“ goes Maimarkt  
Das inklusive Kulturfestival startet am zweiten Maimarktwochenende ein „warm up“ für den 29. Juli
Im August 2016 war es noch eine zaghafte Premiere, das 1. Festival „Inclusives 2016“ für und von Menschen mit Behinderung im Weinheimer Schlosshof im Rahmen des Kultursommers. Nun steht das 2. Festival „Inclusives 2017“ bevor: es wird wieder im Weinheimer Schlosshof und Teilen des Schlossparks stattfinden – und es soll noch größer werden. Der Termin ist der Samstag, 29. Juli, voraussichtlich 14 Uhr bis 22 Uhr. Die Veranstaltung ist Teil des „Weinheimer Kultursommers“. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die prominente holländische Moderatorin und Entertainerin Marijke Amado gehört zu unserem Team – sie wird den Tag unterhaltsam und professionell moderieren.
Auf dem Weg zu „Inclusives 2017“ legt das Team einen Zwischenstopp auf dem Mannheimer Maimarkt ein: Eckard Kirsch und Sylvia Katzenmeyer bringen gemeinsam mit dem kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises einen kleinen Vorgeschmack für dieses Event auf den diesjährigen Maimarkt. Am Wochenende 6. und 7. Mai wird das offizielle „Warm-up“ auf der Kulturbühne in Halle 10 stattfinden. Über beide Tage verteilt werden Künster und Kulturschaffende ein buntes Programm bieten – für Menschen mit und ohne Handicaps.
Ziel von „Inclusives“ und des Festivals ist sowohl die Förderung von Künstlern mit Handicap, als auch die Sensibilisierung der Gesellschaft für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderungen. Das Programm, das auf dem Maimarkt gezeigt wird, deckt einen großen Bereich ab: von Musik über Theater, Bildende Kunst und Talk-Runden ist bei diesem bunten Angebot bestimmt für jeden etwas dabei.
Kurzer Rückblick: Eckard Kirsch, selbst Rollstuhlfahrer und bestens vernetzt in der Welt der Handicaps, und seine Partnerin Sylvia Katzenmayer entwickelten aus einer Idee das Projekt eines „Inklusiven Festivals“. Sie fanden einen Veranstaltungsort und einen Partner in der Stadt Weinheim.
Seither hat sich viel getan: „Inclusives“ hat sich als eingetragener Verein gegründet, der laut Satzung einerseits der Förderung von geistig und körperlich behinderter Menschen verpflichtet ist – andererseits der Förderung von Kunst und Kultur (Satzung, §1,Abs.1 und 2). Und als Konsequenz daraus: Die „Durchführung von kulturellen und künsterischen Veranstaltungen insbesondere von und mit oder für Behinderte“ (Abs.3)
Das ist die Philosophie von „Inclusives e.V.“!



Auch Marijke Amado ist wieder dabei
Am 29. Juli findet in Weinheim das 2. Inclusives-Festival für und von Menschen mit Behinderung statt
Weinheim. Sie gehört zum europäischen Show-Geschäft wie der Käse zu Holland: Marijke Amado. Viele wissen heute nicht mehr, dass es einst Rudi Carell war, der seine schlagfertige und witzige Landsmännin zur Assistentin der legendären Sendung „Am laufenden Band“ engagierte. Am bekanntesten wurde die heute 63-jährige noch immer sehr adrette Holländerin als Moderatorin der RTL-Kindersendung „Mini Playback Show“. Von 1990 bis 1998 war Marijke Amado „das Gesicht“ der beliebten Show.
In diesem Sommer, genauer am 29. Juli, wird die schlagfertige Moderatorin zum zweiten Mal nach Weinheim kommen. Wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr wird sie das Bühnenprogramm des „Inclusives-Festival“ moderieren – und dem Event für und von Menschen mit Behinderung einen Hauch von professionellem Show-Business verleihen.
„Das war der härteste Job meines Lebens“, so erinnert sie sich heute schmunzelnd an ihre Moderation im Sommer 2016, der viel beachteten ersten Auflage, dem „Inclusives 2016“.
An die zehn Stunden Bühnenprogramm strengten die quirlige Frau an – konnten ihren Elan und ihre ansteckende Begeisterung aber nicht bremsen.
Kein Wunder, denn Marijke Amado „brennt“ für die Idee, dass Menschen mit und ohne Behinderung die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben – aber auch die gleichen Angebote, sich künstlerisch zu entwickeln und die schönen Seiten des Lebens zu genießen. „Deshalb freue ich mich schon auf das nächste Inclusives in Weinheim“, versicherte sie jetzt bei einem spontanen Vor-Ort-Besuch den „Inclusives“-Erfindern und Haupt-Organisatoren Eckard Kirsch und Sylvia Katzenmayer.
Amado und Kirsch kennen sich seit zwölf Jahren. Damals war der Rollstuhlfahrer und Unternehmer Hauptsponsor einer UNESCO-Gala in Heidelberg; Marijke Amado war als Moderatorin verpflichtet. Die beiden kamen ins Gespräch. Daraus ist eine Freundschaft entstanden.
„Ich habe großen Respekt vor Ecki, der trotz seiner Behinderung so viel aus seinem Leben gemacht und nie den Mut verloren hat“, erklärt sie. Fragen der Gleichberechtigung liegen ihr ohnehin am Herzen. Vor zwei Jahren ließ sie es sich nicht nehmen, bei einem Berlin-Aufenthalt nach einer Show zwei Stunden im Rollstuhl durch die deutsche Hauptstadt zu fahren, um unnötige Barrieren zu erkunden.
„Bei uns in Holland“, sagt sie, „sind wir weiter mit der Inclusion“. Sie ist in ihrer Heimat auch ein großer Fan der „Jostiband“, die aus geistig behinderten Menschen besteht. Die „Jostis“ sind Holland Kult.
Das „Inclusives 2016“ bot fast einen ganzen Tag Musikern mit Behinderung eine Bühne für ihre mehr oder weniger verborgenen Talente; zahlreiche Einrichtungen aus der Region schickten ihre „Hausbands“. Viele Infostände rundeten das Programm im Schlosshof ab. Darüberhinaus organisieren Eckard Kirsch und seine Partnerin Sylvia Katzenmayer in Weinheim regelmäßig „Inclusive Jam Sessions“, bei denen Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam auftreten. Sylvia Katzenmayer ist selbst Musikerin und Frontfrau der Band „Catz“. Sie ist die Künstlerische Leiterin des Festivals, sucht und engagiert behinderte Musiker, hält enge Kontakte zu den Schulen und Einrichtungen der Region. Das Bühnenprogramm trägt ihre Handschrift.
Marijke Amado will Eckard Kirsch und seinem mittlerweile in einem eingetragenen Verein organisierten „Inclusives“-Team nicht nur als Moderatorin zur Seite stehen, sondern generell als Schirmherrin und Mentorin des Projektes. Denn das Festival, das am Samstag, 29. Juli, im Rahmen des Weinheimer Kultursommers stattfinden wird, ist nur das Aushängeschild einer ganzen Reihe von Ideen und Aktionen, die Eckard Kirsch und seine „Inclusives“ noch im Blick haben – stets mit der großen Vision eines gleichberechtigten Lebens für alle Menschen: egal, ob man ihre Handicaps besser oder weniger gut bemerkt.